Es war Ostersamstag und meine Frau und ich fuhren zurück von unserem Einkauf bei der Landi. Wir haben Gartenerde, Rindenmulch, Erdbeer-Stroh und eine grosse Regenwasser-Tonne gekauft.

Nach der Orts-Ausfahrt Richtung Autobahn unter der Eisenbahnbrücke erwartete uns eine grosse Polizeikontrolle. Ob ich zu schnell gefahren bin? Wir wurden angehalten und zwar direkt auf dem Fussgängerstreifen.

Ich liess die Scheibe runter und wollte schon fragen, „und, gibt es nun eine Busse, weil ich auf dem Fussgängerstreifen parkiere?“, tat dies aber nicht, weil ich ja evtl. 1-2 Km/h zu schnell gefahren bin und ich keine unnötige Aufmerksamkeit wecken wollte.

Die Dame mit der Leuchtweste streckte ihren Kopf zur Scheibe rein und inspizierte unseren Wagen. Dann meinte Sie: „Wohin fahren sie?“

Ich wollte am liebsten sagen: „Nach Barcelona“, entschied mich aber für „nach hause, 5 Minuten von hier, warum?“

Sie: „Die Regentonne ist nicht gesichert, wenn Sie eine Vollbremsung machen müssen, kann das böse enden!“

Spontan hätte ich gerne gesagt: „Wenn sie mir auch nur eine einzige Person nennen, die diese blöde Regentonne fixiert hätte, dann nehme ich Sie glatt mit in die Ferien nach Barcelona“ – oder „Ich plane keine Vollbremsung, versprochen!“ – aber auch da entschied ich mich für die demütige Version: „Ja vielen Dank für den Hinweis, daran habe ich gar nicht gedacht.“

Die gute Fee im Polizei Outfit: „Ich drücke da jetzt mal beide Augen zu – aber nur, weil wir morgen Ostern haben!“

Noch mal alles gut gegangen. Es bleibt die Frage, warum man denn Kontrollen vor Ostern macht und dann Ostergeschenke verteilt. Vielleicht wäre ein Überstundenabbau für alle Beteiligten sinnvoller gewesen.

Der Samstag ist der sonnenärmste Tag der Woche. Was für ein böser Zufall. Auf dem zweitletzten Platz liegt der Sonntag, welche diesen Namen eigentlich somit nicht verdient hat.

Eine Auswertung von vier Jahren Sonnenscheindaten von unserer Photovoltaikanlage hat folgende durchschnittlichen Daten ergeben. Total sind übrigens in diesen 4 Jahren über 44 MWh Strom produziert worden.

 
Tag  Mo Di Mi Do Fr Sa So
kWh 30.6 30.0 31.6 29.6 29.8 28.8 29.5
% 14.6 14.3 15.0 14.1 14.2 13.7 14.1

Der deutlich beste Tag der Woche ist der Mittwoch mit der grössten Sonnenintensität, gefolgt vom Montag.

Nach Aufwand minimierter, aber dennoch erfolgreicher, Rekrutenschule habe ich 1996 die Stelle bei der Telecom PTT in Ostermundigen angenommen. Mein Job war es, in einem kleine Team die Kunden- und Telefonnummerndatenbank-Software zu testen. Die tagtägliche Arbeit war also, Fehler in der neuen Software zu finden, bevor diese in Produktion ging. Wenn wir also einen Bug nicht in der Abnahmephase entdeckten, kam ab und zu die ganze Software schweizweit zum Erliegen. Das war jedoch auch schon das spektakulärste, was dort passierte – es gab also selten Schelte und noch seltener Lob. Bis eines morgens.

Ich kam wie gewohnt spät ins Büro, nachdem ich lange nach einem Parkplatz suchen musste in der blauen Parkbussenzone. Zu meiner grossen Freude hatte es ein frisches Gipfeli auf meinem Schreibtisch. Meine hübsche Pultnachbarin – für welche ich ein wenig schwärmte – sagte mir leicht euphorisch: „Das ist von Herrn Schmid, dem Abteilungsleiter! Er wollte sich mit dieser Geste bei dir bedanken, dass du ihm am Vortag so toll bei seinem PC Problem geholfen hast“.

Da mein ausserordentliches Informatikverständnis offensichtlich war, hielt ich auch die Aufgabe des Abteilungs-Superusers inne und löste die meisten kleineren IT Probleme selbständig, ohne den schauderhaften Services von den „IT Services“ kontaktieren zu müssen.

Sichtlich gerührt stolzierte ich zu Herrn Schmid ins Büro und sagte frohlockend: „Lieber Herr Schmid, ich danke ihnen sehr für diese nette Geste!“

Herr Schmid zuckte mit den Schultern und fragte etwas verwirrte“: Welche Geste denn?“

Etwas verunsichert ergänzte ich“: Na, wegen dem Gipfeli!“

Sichtlich genervt sagte: „Kommen sie auf den Punkt, was ist mit welchem Gipfeli?“

Nun dämmerte es mir langsam und mir war klar, dass Herr Schmid nichts – aber auch rein gar nichts – mit diesem Gipfeli zu tun hatte und so blieb mir nur ein peinliches „Ah, ich muss da was verwechselt haben, entschuldigen sie bitte die Störung“. Mit gesenktem Haupt und hängenden Schultern verliess ich  das – für einen so kleinen Mann viel zu grosse – Büro. Auch auf unterster Stufe hingen seine kurzen Beinchen in der Luft, wenn er auf dem Bürostuhl sass.

Als ich zurück in unser Team-Grossraum-Büro stiess, hatte auch schon jemand ein ziemlich schlechtes Gewissen – aber vor allem auch eine schelmische, kindliche Freude, welche sich in einem über beide Ohren grinsenden Gesicht unübersehbar äusserten.

Es sollte ein tolles Firmenfest werden – und es wird es vielleicht auch noch. Doch die Vorzeichen stehen schlecht, denn bei uns herrscht organisiertes Mobbing!

Da es die letzten Jahre nie Probleme gab bei der Sitzordnung beim Essen am jährlichen Geschäftsanlass, hat man dies nun geändert. Es gibt eine Liste im Intranet, wo sich alle Mitarbeiter Eintragen können. 25 Tische à 8 Plätze. Excel kann bekanntlich nur von einer Person gleichzeitig bearbeitet werden. Wird also eng, dass sich jeder selber eintragen kann.

So kommt es, dass ein Teamkollege fragt, ob er das ganze Team an einen Tisch eintragen soll. Das wäre sozusagen den Spatz in der Hand und man geht kein Risiko ein, an einer unerwünschten Position sitzen zu müssen. Da mir und einem Bürokollegen mehr nach den Tauben war, haben wir uns gleich bei einem Tisch eintragen lassen, wo bereits zwei Tauben sitzen. Wir verbringen das ganze Jahr mit den anderen IT-Spatzen und haben gerne Mal Kontakt mit anderen Mitarbeitern. Mit tollem Gefühl geht es in die Mittagspause.

Am Nachmittag flutscht eine spöttische E-Mail vom Kollegen rein, welcher unsere Einträge gemacht hat. Die zwei Tauben sind an einen anderen Tisch ausgeflogen und haben sich mit anderen Tauben gleicher Gattung zusammengetan. Begleitet werden sie von einem Gockel. Alle acht Plätze sind dort somit vergeben. Eine Demütigung allerster Güte.

Unser Tisch wurde mit Schnapsdrosseln und Jung-Spatzen aufgefüllt. Alles liebe und tolle Leute, aber halt auch mit Geschichten, die wir teilweise schon kennen.

So haben wir nun weder die Spatzen, noch die Tauben und es fragt sich, ob man doch besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach hätte wählen sollen.

Müslüm würde verneinen: „Glaubst du wirklich, das Glück kommt einfach so zu Dir?“

 

 

Im Winter 2014 war ich mit meiner Freundin M.K. in den Skiferien in Davos. Den Nebel hatten wir aus dem Seeland mitgenommen – das gab es früher nicht im Landwassertal. Ski sind wir trotzdem gefahren, und zwar auf dem Jakobshorn, wo letzten Samstag die neue Luftseilbahn in Betrieb genommen wurde. Die Pisten waren trotz guter Schneeverhältnisse fast leer.

So kam es auch, dass wir des öfteren alleien auf den Vierer oder Sechser Sesseln fahren durften. Als wir am Nachmittag zu Zweit auf dem Clavadeler Bubble Sessellift sassen, bemerkte ich, dass auf dem Sitz rechts von mir ein alter graugrüner Militär-Rucksack auf dem Sitz lag. Ich schaute diesen an und malte mir schon aus, was da wohl drin sein könnte. Ich dachte mir „Man vergisst doch nicht einfach so seinen Rucksack“. Ob da vielleicht eine Bombe drin versteckt sein könnte?

In diesem Moment sagte meine Freundin: „Wollen wir runter lassen?“

Ich war etwas überrascht und antwortete: „Bist du sicher?

Sie erwiderte: „Jäää, warum denn nicht?“

Etwas erstaunt sagte ich: „Hmm, ich weiss so nicht so recht. Bist du sicher?“

Leicht genervt erwiderte sie: „Es ist kalt, wir sollten die Haube nun wirklich runter lassen.“

Erst jetzt wurde mir klar, dass sie nur die Kälteschutz Haube der Sesselbahn runter lassen wollte und den Rucksack noch nicht einmal bemerkt hatte. Irgendwie hätte ich mich fast „überreden lassen“, den Rucksack einfach runter zu werfen. Wie mit 14 Jahren, da wär das doch lustig gewesen.

Ach ja, Bombe war auch keine drin, wir haben den Rucksack bei der Bergstation abgegeben.

Ein deutscher Kollege von meiner Freundin Michelle hat sie einmal gefragt:

„Du Michelle, was heisst eigentlich UVV?“

Sie fragte verdutzt: „Hmm, was?“

Er: „In Bern hört man oft die Abkürzung UVV, was bedeutet das eigentlich?“

Sie: „Ahhh, du meinst uf au Fäu!“

Das ist Berndeutsch und heisst „auf alle Fälle“ resp. „auf jeden Fall“.

Cambodian Party's PartyIm April 2014 hat es Michelle und mich nach Kambodscha verschlagen. Schon am ersten Tag haben wir die freundliche und herzliche Art der Khmer schätzen gelernt.

Um so mehr habe ich mich gefreut, als wir mit dem Bus quer durchs Land von Phnom Penh nach Kratie gefahren sind und ich ein Schild „Cambodian People’s Party“ gelesen habe.

„Schau mal, da gibt’s wohl eine grosse Sause. Schade dass wir hier nur auf der Durchfahrt sind. Sonst hätten wir dort doch schnell vorbei schauen können“, sagte ich zu Michelle. Sie schüttelte leicht mit dem Kopf und zuckte mit den Schultern.Cambodian People's Party

Etwas später sah ich wieder ein solches Schild und dachte mir, wo denn diese Party wohl steigen würde. Wir waren ja schliesslich schon fast eine halbe Stunde gefahren, seit ich das letzte Schild gesehen habe. Das musste ja eine Riesen-Event sein!

Noch merkwürdiger kam mir das ganze vor, als sich die Schilder alle paar Minuten wiederholten. Endgültig ist dann „ds Zwänzgi gheit“, als ich dieses Bild mit den drei alten Männern gesehen habe. Peinlich.

Mitte November 2012 war ich mit einer „Reisegruppe“ in Belek (Südtürkei) in den Golfferien. Nach 2 Tagen auf dem Golfplatz hatte wir einen freien Tag. Die anderen Mitglieder fuhren schon am Morgen früh mit dem Bus nach Belek. Das ist eine kleine Stadt, wo man fast sämtlichen Golfmarken zu Schleuderpreisen kaufen kann. Die super Preise hängen damit zusammen, dass es schlicht und einfach Fälschungen sind. „Echte Originalkopien“ sagen sie dort.

Ich bin erst um 09h30 zum Morgenbuffet aufgetaucht. Dann ging ich an den Strand zum Baden. Das Meer hatte noch 23°. Ein anderer Golfer von unserem Kurs war auch noch dort. Ein Ex-Deutscher-seit-20-Jahren-Schweizer, 65 jährig, pensioniert, grau-melierte Haare, ein leichtes Wohlstands-Bäuchlein. Gegen Nachmittag fuhr ich mit ihm in einem Taxi für 10 Euro nach Belek zum Aspen Golf Store, welchen uns unser Golf Pro empfohlen hatte.

Wir schauten uns ein bisschen im Laden um und ich stellte fest, dass die „guten“ Fakes vom Original fast nicht zu unterscheiden waren.Ich kaufte zwei Ralph Lauren Polo Shirts zu je 15 Euro. Man musste zwar recht handeln, denn der Verkäufer wollte zu erst je 40 Euro.

Der einzige sichtbare Unterschied zu meinem Original Polo ist, dass beim Original auf der Etikette „Made in Indonesia“ steht und auf der Fälschung „Made in USA“. Herrlich. Es gibt im ganzen Ort ca. 50 oder mehr solcher Läden. Und kein einziges Original. (Das Shirt habe ich selbstverständlich nicht mit in die Schweiz mitgenommen, was ja widerrechtlich wäre).

Nach dem Kauf schlenderten wir noch durch den Ort und kamen an einer Apotheke vorbei. Dort sprach uns eine junge Türkin an. Ich winkte sofort ab, denn ich hatte nicht vor, an einem Ort, wo alles gefälscht ist, Medikamente zu kaufen. Ich brauchte zudem auch nichts. Der Pensionär sah das aber anders und braucht offenbar was. Ich lief also hinterher in die Apotheke.

Im Aspen Golf Store hatte er Hosen probiert und er fand fast keine, die ihm passte. Es war also naheliegend, dass er sich eine Packung Cialis (zum Abnehmen) verlangte. Als diese auf der Theke lag, sagte er: „Ähm, and a package of  the others. Dabei waren die „Blauen“ Muntermacher gemeint. Die lagen kurzum auch auf dem Tresen.

Dann packte der Typ hinter der Theke noch ein Massage-Öl ins Plastiksäcklein und sagte: „This is a gift for you and your friend.“

Der Typ hat uns doch tatsächlich für ein Paar gehalten. Der reiche Alte und der zierliche Junge. 😯

Ich wusste, dass es nichts bringen würde, die Sache aufzuklären zu wollen. Dafür liess ich meinem Wunsch freien lauf, einfach laut raus zu lachen.

Vor 4 Jahren machte ich meine ersten Versuche, Golf mit einem Rechtsschäger zu spielen. Rechtshändige Eishockeyspieler spielen nämlich zu 99% „verkehrt“ Golf, also eben Links. Damals ist das Experiment – salopp gesagt – kläglich gescheitert und in einer peinlichen Situation geendet.

Mit Links mache ich jedoch keine Fortschritte mehr, denn jeder 4. Ball driftet entweder nach rechts oder nach links ab – die Golfer sagen hook und slice. Das führt dazu, dass man öfters mal einen Ball verliert und sich Strafpunkt holt – und sich nebenbei noch tierisch nervt. Lese den ganzen Eintrag »

Seit genau einem Jahr ist unsere Photovoltaik-Anlage nun im Einsatz. Mit dem Berechnungstool PVGIS wurde für die 9.31 kWp Anlage eine Ausbeute von ca. 9’270 kWh berechnet. Das entspricht aber nicht der Realität. Zum Glück nicht! Es sind nämlich 11’520 Kilowattstunden geworden! Das sind 2’250 kWh mehr als berechnet – das sind über 24 %!

Der Stromverbrauch betrug in dieser Zeit 9’187 kWh. Das beinhaltet Strom für die Wärmepumpenheizung, den Boiler und den Haushaltstrom.

Niedertarif Strombezug 5’146 kWh
Hochtarif Strombezug 2’219 kWh
Verbrauchter eigener Solarstrom 1’822 kWh
Total 9’187 kWh

Somit ergibt sich eine positive Energiebilanz. Wir haben 2’333 kWh mehr Strom produziert, als wir verbraucht haben! Das macht unser Haus zum Plus-Energiehaus. Leider aber nicht offiziell – so mit Subventionen usw. – denn dazu bräuchte es noch eine Minergie Zertifizierung

9’698 kWh wurden für je 10 Rappen pro kWh in das Netz der Elektra Rapperswil eingespeist.

 

Ab sofort produzieren wir Sonnenstrom: StreckerPower

Über Strecker.ch

Auf Strecker.ch findest du viele Geschichten, welche meistens auf wahren Gegebenheiten basieren. Durch die Jahre ist der effektive Wahrheitsgehalt jedoch möglicherweise etwas verfälscht worden. Sollten sich Personen in den Geschichten wieder erkennen und wünschen, dass die Geschichte entfernt wird, mache ich das selbstverständlich gerne. Viel Spass!